Unsere Konzeption

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen unsere pädagogischen Ansichten, Ziele und Methoden anhand unseres Leitfadens ein wenig näher bringen können. 




 
Leitfaden der Kita „Die Lütten e.V.“

 

In unserem Leitfaden gibt es die wesentlichen Informationen zu unserer Kita und wir geben einen Überblick über unsere pädagogischen Schwerpunkte. Ein ausführliches schriftliches Konzept kann im Haus direkt eingesehen werden.



Gründung

 

Die Kindertagesstätte „Die Lütten e.V.“ ist eine U3-KiTa in Trägerschaft eines Elternvereins. Der Elternverein „Die Lütten e.V.“ wurde im Juni 2011 von engagierten Eltern mit finanzieller Hilfe einiger Firmen gegründet. 

Unsere KiTa befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilien-Wohnhauses, das mitten in der Bremer Innenstadt nahe der Weser im Stephani-Viertel liegt.


Unser Elternverein

 

Träger der Kindertagesstätte ist der Elternverein „Die Lütten e.V.“. Die KiTa wird von dieser Elterninitiative betrieben und kann nur durch aktive ehrenamtliche Mitarbeit der Eltern bestehen. Alle Eltern unserer KiTa sind automatisch Mitglieder des Elternvereins. Sie verpflichten sich durch den Beitritt bei Bedarf ehrenamtlich mitzuarbeiten. Diese Mitarbeit betrifft u.a. die Vorstandsarbeit, Unterstützung der päd. Fachkräfte in der Betreuung (bei Personalausfall), handwerkliche und hauswirtschaftliche Arbeiten und Mitwirkung bei der Durchführung von Festen und anderen Veranstaltungen.


Betreuungsangebot

 

Das Betreuungsangebot unserer Kindertagesstätte „Die Lütten e.V.“ umfasst 26 Ganztagsplätze mit einer Betreuungszeit von jeweils 37,5 Stunden in der Woche.

 

Regenbogengruppe

07.30 Uhr

15.00 Uhr

Raupengruppe

08.00 Uhr

15.30 Uhr

Blumengruppe

08.30 Uhr

16.00 Uhr

 

 

Die Betreuungsplätze sind auf drei Gruppen verteilt, wobei zwei Gruppen mit jeweils acht Plätzen und eine Gruppe mit zehn Plätzen, bestehen.

In den Gruppen werden Kinder ab dem vollendeten 6. Monat aufgenommen. Die Kinder müssen die KiTa spätestens zum Ende des KiTa-Jahres wieder verlassen, indem sie das 3. Lebensjahr vollendet haben.



Unser Tagesablauf

 

Ein strukturierter und fester Tagesablauf bietet den Kindern unserer Kindertagesstätte einen wiederkehrenden Tagesrhythmus. Er gibt ihnen Orientierung und Sicherheit und trägt so zu einer gesunden Entwicklung bei.

 

 

Regenbogengruppe

Raupengruppe

Blumengruppe

7.30-8.30 Bringzeit

08.00-09.00 Bringzeit

08.30-9.00 Bringzeit

8.30-8.45 Morgenkreis

9.00-9.15 Morgenkreis

09.00-09.15 Morgenkreis

8.45-9.30 Frühstück

/ Zähneputzen

9..15-9.45 Frühstück

09.15-9.45 Frühstück/

Zähneputzen

9.30-11.00 

Aktivitäten/ Angebote

9.45-11.15 Aktivitäten/Angebote

9.45-11.15

Aktivitäten/ Angebote

11.00-11.15 Wickeln /Beziehungspflege

11.15-11.30 Wickeln /Beziehungspflege

 

11.15-11.45 Wickeln /Beziehungspflege

 

1/Zähneputzen 1.15-12.00 Mittagessen

11.30-12.15 Mittagessen

/Zähneputzen

11.45-12.30 Mittagessen

/Zähneputzen

12.00 Mittagsschlaf

12.30 Mittagsschlaf

12.30 Mittagsschlaf

14.00 Obstrunde

14.30 Obstrunde

15.00 Obstrunde

Ab 14.30 Abholzeit

Ab 15.00 Abholzeit

Ab 15.30 Abholzeit

15.00 Ende

15.30 Ende

16.00 Ende

 

 

Personelle Bedingungen

 

In jeder Gruppe arbeitet mindestens ein/e Erzieher_in und jeweils ein/e Sozialassistent_in.

Außerdem unterstützen uns jedes Jahr ein bis zwei junge Menschen im FSJ/BFD.

Die Einrichtung verfügt über qualifizierte Anleiter_innen, sodass die Ableistung eines Berufspraktikums oder sonstiger Praktika bei uns möglich ist.

Die pädagogische Leitung arbeitet mit 25 Wochenstunden in der Einrichtung.

Eine interne Fachkraft für Raumpflege und eine Angestellte einer externen Reinigungsfirma übernehmen die Grundreinigung unserer Räume.

 

 

Räumliche Voraussetzungen

 

Die Räumlichkeiten, die von den Kindern im Alltag genutzt werden, sind alle ebenerdig. Durch die Ausstattung mit großen Fenstern sind die Räume hell und gut zu lüften. Die Bodenbeläge sind so gewählt, dass sie leicht und 

hygienisch einwandfrei gereinigt werden können.

Die Räume der Einrichtung sind so angeordnet und ausgestattet, 

dass sie sowohl den unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kinder gerecht werden als auch den Arbeitsalltag der pädagogischen Fachkräfte erleichtern.

Jede Gruppe verfügt über eigene Sanitär- und Schlafräume.

Der alle Räume verbindende lange Flur wird gern als Bewegungsfläche genutzt. 

Der Wolkenraum (großzügiger Schlafraum der Blumen) steht als Differenzierungs- und Bewegungsraum zur allgemeinen Verfügung.

 

 

Unsere pädagogische Ausrichtung und Ziele

 

Die Grundlage für die Gestaltung unseres pädagogischen Alltags legt zu einem Teil der „Bremer Rahmenplan“vor. 

 

Doch auch durch ergänzende pädagogische Konzepte ist unsere Arbeit inspiriert. Die Montessoripädagogik mit ihrem wichtigen Leitgedanken: “ Hilf mir, es selbst zu tun“ hat ebenso Einfluss, wie das Bild vom Kind als ganzheitliches Wesen aus der Reggiopädagogik.

 

Diese Leitgedanken bringen wir mit dem „Situativen Ansatz in Einklang.

 

Hier stehen die Kinder und ihre Bedürfnisse im Vordergrund. Sie werden so weit als möglich aktiv in die Planung des Kitaalltages einbezogen. Die Kinder bestimmen durch ihr jeweiliges Interesse ganz wesentlich die Inhalte der Angebote und können so tief und umfassend die Themen durchdringen.

 

Ein weiterer Aspekt unserer Arbeit ist die „Gruppen übergreifende“ Arbeit.  

Wir ermöglichen den Kindern bspw. durch einen „Offenen Tag“ sowie Öffnungen der Gruppen nach Absprache, sich frei zu bewegen. Dort haben sie die Möglichkeit an Angeboten teilzunehmen oder sich auf neue Spielsituationen einzulassen.

 

Unser Ziel ist es, die Kinder dahingehend zu begleiten und zu fördern, dass sie sich zu eigenständigen, selbstbewussten und gesellschaftsfähigen 

Persönlichkeiten entwickeln können. Dafür bietet unser Ansatz einer ganzheitlichen Förderung eine sehr gute Voraussetzung.

 

 

Unsere pädagogische Haltung

 

An erster Stelle steht für uns die Förderung der Kinder zu selbstbewussten, aktiven und selbstständigen Persönlichkeiten. Da wir diese Aufgabe als sehr wichtig erachten und das Recht der Kinder auf Selbstbestimmung ernst nehmen, gestalten die Kinder ihren Kita-Alltag aktiv mit. Gemeinsam mit den Kindern planen wir den Kita-Tag und beziehen sie bei Entscheidungen weitestgehend mit ein (Was wollen wir heute machen? Wohin gehen wir spazieren? Was für Obst wollen wir kaufen? o.a.). Die Art und der Umfang der Beteiligung orientiert sich dabei am Entwicklungsstand der Kinder.

 

Unsere Beziehungsarbeit ist geprägt von liebevoller, zugewandter und emotional warmer Kommunikation. Wir bieten den Kindern sichere Bindungsbeziehungen an. Dabei ist es uns wichtig auf die Bedürfnisse der Kinder angemessen, verlässlich und feinfühlig zu reagieren. 

 

Sage es mir, und ich vergesse es.

Zeige es mir, und ich erinnere mich.

Lass es mich tun, und ich behalte es.“

Konfuzius

 

Das ganzheitlich arbeitende Gehirn verdient ganzheitliches Lernen.
Die Kinder brauchen mehr denn je die Herausforderung von eigenem Denken, Fühlen, Erleben und Handeln. Prägend sind hierfür vielfältige, persönliche Erfahrungen „von Mensch zu Mensch“. Denn das Greifen geht dem Begreifen voraus. Wir legen daher großen Wert darauf, den Kindern die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen auf vielfältige Weise zu erleben.



Unser Bild vom Kind

 

Ein Kind ist ein wertvolles Individuum mit einer Vielfalt von Stärken, Fähigkeiten und Bedürfnissen. Es hat ein Recht auf Wertschätzung, Geborgenheit und Neugierde, auf Freude und Ausgelassenheit, auf Nähe und Distanz, auf das Ausleben seiner Gefühle, auf Respekt und Achtung sowie auf Bildung und Lernen.

Mit seiner angeborenen Neugier und Offenheit gegenüber sich selbst und seiner Umwelt, hat das Kind eine natürliche Bereitschaft zum Lernen.

Es ist aktiver Gestalter seiner Entwicklung. Dabei lernt es primär aus seinen Erfahrungen.

Aber auch seine Mitmenschen – andere Kinder und Erwachsene – sind für es wichtige Vorbilder, an dessen Handlungen es sich orientiert.

Wir geben dem Kind die für seine individuelle Entwicklung nötigen Impulse, Anregungen und Freiräume und begleiten es damit ein Stück weit auf seinem einzigartigen Lebensweg.



Eingewöhnung

 

Eine besondere Bedeutung hat bei uns die Eingewöhnung in die Kindertagesstätte. Damit die Kinder Vertrauen zu uns pädagogischen Fachkräften entwickeln können und die neue Umgebung als sicheren Raum kennenlernen, gewöhnen wir sie - in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell - sehr behutsam und entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und Gewohnheiten in enger Zusammenarbeit mit den Eltern ein.

Uns ist es wichtig, die Veränderungen im Leben der Kinder, wie beispielsweise der Übergang von Zuhause in die neue Krippe oder auch von der Krippe in den Kindergarten schonend zu gestalten und die Kinder dabei empathisch zu begleiten.



Ernährung

 

Unsere Kita wird jeden Mittag vom Catering „Ratatouille Bremen“ beliefert. Ratatouille verarbeitet bevorzugt regionale, hochwertige und biologische Lebensmittel.

Das Frühstück gestalten wir gemeinsam mit den Kindern. Anhand einer Liste, die an den jeweiligen Infotafeln der Gruppen hängt, können die Eltern gemeinsam mit den Kindern bestimmen, welches Lebensmittel sie für das Frühstück besorgen und mitbringen mochten.

Alle in der Einrichtung angebotenen Mahlzeiten sind ausgewogen und zum großen Teil aus biologischem Anbau. Bei allen Speisen werden außerdem sämtliche bekannte Nahrungsmittelunverträglichkeiten berücksichtigt. Auch wenn Eltern aus religiösen, kulturellen oder ethischen Gründen nicht möchten, das ihr Kind bestimmte Nahrungsmittel zu sich nimmt, wird dies unserseits berücksichtigt.



Stadtteil, Umgebung und Natur

 

Durch die Lage der Einrichtung ist Stadtteilerkundung Teil unseres Alltags.
Wir sind gerne an der Weser unterwegs, spielen auf den angrenzenden Grünflächen oder schauen uns die umliegenden Baustellen genauer an. Ausflüge zu Spielplätzen ermöglichen einen erweiterten Erfahrungsraum. Gemeinsame Ausflüge zu öffentlichen Einrichtungen gehören zu unserem alltäglichen Leben dazu. So sind Besuche der Stadtbibliothek, einkaufen auf dem Wochenmarkt oder Supermarkt üblich. Auf unseren Wegen zu den unterschiedlichen Orten – egal ob zu Fuß, mit dem Krippenwagen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – sammeln die Kinder erste Erfahrungen im Straßenverkehr.



Beobachtung und Dokumentation

 

Um die individuelle Entwicklung sowie die Interessen und Bedürfnisse der einzelnen Kinder ausreichend wahrzunehmen und wichtige Lebensereignisse und Entwicklungsschritte der Kinder festzuhalten, ist die Beobachtung und Dokumentation für uns pädagogische Fachkräfte ein wichtiges Instrument.

 

In unserer Einrichtung beobachten die pädagogischen Fachkräfte die Kinder täglich bei ihren Tätigkeiten, tauschen sich regelmäßig mit den anderen pädagogischen Fachkräften darüber aus und halten wichtige Beobachtungen schriftlich und per Fotografie fest.



Erziehungspartnerschaft

 

Unter einer Erziehungspartnerschaft verstehen wir die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften hinsichtlich der Betreuung, Erziehung und Förderung der Kinder.

Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder.

Sie vermitteln ihnen Kompetenzen, Einstellungen, Motivationen, Werte und Normen und beeinflussen damit die kindliche Entwicklung in hohem Maße.

Eltern kennen ihre Kinder, deren bisherigen Entwicklungsverlauf und Lebenserfahrungen in der Regel so gut, wie kein anderer. Daher sind die pädagogischen Fachkräfte bei ihrer Arbeit mit den Kindern auf das Wissen und die Unterstützung der Eltern angewiesen.

Als Voraussetzung für unsere pädagogische Arbeit und zum Wohle des Kindes möchten wir pädagogischen Fachkräfte ein sicheres Vertrauensverhältnis zu den Eltern aufbauen und erhalten.

 

 

Vorurteilsbewusste Bildung & Erziehung (Entwurf)

 

In unserer Einrichtung heißen wir alle Familien unabhängig von Ethnizität, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung willkommen. 

Wir schätzen, respektieren und leben Vielfalt.
Jedes Kind und seine Familie ist einzigartig und bringt eine eigene Identität und Erfahrungen mit. In unserer Kita soll sich jeder wiederfinden können und akzeptiert fühlen.


Unser Team bezieht klar Stellung gegenüber Ausgrenzung und Diskriminierung.



Schlusswort

Die Inhalte unserer Arbeit entwickeln sich stets weiter. 

Gesellschaftlicher Wandel, die Veränderung der kindlichen Bedürfnisse, die

Weiterentwicklung der pädagogischen MitarbeiterInnen, sowie der Veränderung anderer Rahmenbedingungen erfordern dies.

 

Bei Fragen und Anregungen stehen die pädagogischen Fachkräfte der KiTa und der Vorstand des Elternvereins „Die Lütten e.V.“ gerne zur Verfügung.